UP-LIFTing

DAS Frühlings-YOGA-RETREAT, INSEL RÜGEN (WIEK)

17.-23. März 2024

Wenn ich auf meine vergangenen Retreats zurückschaue, dann fasziniert mich eine Tatsache ganz besonders: Wenn es einem Menschen gelingt, einen Prozess an sich sich selbst zu erleben, der aus der konzentriert-yogischen Praxis dieser Tage und als Effekt eines kontinuierlichen Engagements sich gebiert. Denn dass die Tage eines Retreats sich in mannigfacher Hinsicht vom Alltag in der Gesellschaft unterscheiden und deshalb ihren positiven Einfluss auf uns machen, ist gesucht, gewollt und gesetzt. Das Retreat versteht sich als eine Art Shift-Taste mit nach oben gerichtetem Pfeil. Alles, was sich in unser Leben über die Jahre eingeschlichen hat und uns nicht immer günstig trägt, erfährt eine sanfte Korrektur. Dabei setzt Yoga auf die Kraft der Gegenwart. Wir diskutieren nicht unsere persönliche Geschichte und schauen nicht danach, woher wir kommen und womit wir beladen (und verletzt) wurden. Vielmehr setzen wir auf die überschreibende Energie der Kontaktnahme mit dem gegenwärtigen Moment. Dabei fragt sich, wie wir in die Lage geraten, an diese reine, pure und unverfälschte Energie überhaupt anzudocken. Wie kann der von diversesten Erfahrungen perforierte und mit sich selbst überidentifizierte Mensch einen freien Atemzug tun und einen leeren, empfänglichen Geist seinen eigenen nennen?

Das ist durch permanente Umkehr möglich. Wohin? In den gegenwärtigen Moment. Wo aber finden wir ihn? In der Stillung und im Ausgleich unseres nervlichen Systems. Viele Aspekte wirken auf dieses ein: Der Ort an dem wir leben und die Dinge, mit denen wir uns tagaus tagein beschäftigen - und die die Richtung auf den gegenwärtigen, den göttlichen, Moment entbehren. Bewusste Bewegung und bewusste Nahrungsaufnahme sind der yogischen Praxis Schlüssel zur Umkehr. Es ist ein Umkehren in der Weise, dass wir den Fokus darauf bringen, wie wir uns selber begegnen und woran wir uns anschließen. Wieviel Genuss und Heil erwächst aus unserer Existenzweise, für uns und für alle? Das Yoga, und da ist es eben alte, indische Tradition, setzt immer am einzelnen, persönlichen Leben an. Es sucht die Achtsamkeit für das intuitive Erkennen dessen, was uns zum ewigen Leben führen will, zu stärken.

[Auch kosmische Konstellationen spielen eine Rolle auf unser nervliches Befinden. Oft können wir den Lärm der Welt um sich selbst und derer Gang nicht direkt beeinflussen. Der Heilige Geist ist ein zu subtiler Geist. Wir können aber lernen, selbst still zu bleiben, wo es stürmt. Diese gelassene Reflexion tut indessen ihre Wirkung, wo wir es selber nicht einsehen können. Wo wir davon ausgehen, dass alles mit allem zusammenhängt, dort wirkt auch das feine auf das grobe].

Und so konnte ich es mittlerweile oft bezeugen, und das sind die Höhepunkte meines yogischen Unterrichtens und meines Lebens, dass Menschen ihre angestammten und bis zum Zerbrechen ausgereizten Pfade verlassen haben und neue, höhere Wege eingingen. Das können “ganz einfache”, zumeist am Beginn des Aufstiegs stehende diätische Einsichten und Revolutionen sein, da man ja auf einem Yoga-Retreat auf eine Weise bewirtet wird, wie man sich dies im Alltag oft nicht bewerkstelligen kann. Dass Nahrung und Nervensystem einander zusprechen, schicken wir voraus und machen wir fühlbar. Interessante Effekte ergeben sich auch in der Einschätzung allem äußeren Tun, der Arbeit etwa, gegenüber, wo dieses ein Eigenleben jenseits des eigenen Körpers führt. Ist es sinnvoll, meine persönliche Integrität einem abverlangten, gesellschaftlichen Tun aufzuopfern? Oder ist mein Wirken in der Welt nicht wesentlich bedeutender, wo ich jene Integrität im Blick behalte? Die Entscheidung zu einem Retreat ist eine Entscheidung zur ureigensten Intuition, was die eigenen Wege im Leben und die Anschauungen über dieses angeht. Es will auch Ermutigung sein, entstandene Einsichten und neue Schwerpunktsetzungen ins persönliche Leben einzubringen.

Das Retreat möchte einen Raum schaffen, neue Facetten der Selbst- und Weltsicht kommen zu lassen, nicht aus dem Denken, sondern aus dem stillen Empfang des gegenwärtigen Moments in seiner Fülle. Der innere Wahrnehmungsraum des Körpers - die innere Landschaft - bringt unseren Geist in die Realität, die undiskutierbar und auch unteilbar ist. Sie kann nur gesteigert werden, aber nicht verloren gehen. Sie steht uns allzeit zur Verfügung, wo wir es schaffen, unseren Geist an sie anzubinden und den virtuellen Räumen unseres (geschichtlichen) Denkens zu entsagen. Fasziales Yoga geht ganz in der Wahrnehmung auf. Entspannung des nervlichen Systems und aller daraus hervorgehenden Inflammationen am physischen oder psychischem Körper, so die Hauptthese des Sensing Yogas, geschieht dort, wo das Retreat des Geistes auf die Wahrnehmungsimpulse aus der inneren Landschaft gelingt, wo wir uns unserer selbst verdeutlichen. Uplift, so der Titel bzw. die Ausgangsthese des diesjährigen Nord-Retreats, verweist auf die Möglichkeit jedes Menschen, sich qua eingelassener Achtsamkeit auf ein neues und feineres Energieniveau zu heben. Dabei mögen uns persönliche Evolutionen zufließen, die uns schließlich auch einen Sinn vermitteln dafür, warum wir so viele Lebensjahre auf diesem Planeten in der Substanz unseres Körpers verbringen dürfen. Bewusstwerdung und Uplift sind integre Sinnstiftung eines erfüllten und gelungenen ganzheitlichen Lebens.

Für wen:

Für Menschen mit Up-Lift-Interesse!

Für Körperbeseelte und Naturbegeisterte!

Der Schlüssel unserer Meditationsmethode liegt im faszial-aufgespannten Körper. Wir lassen die traditionelle Asana im Tensegrity-Network pulsieren. In der Konsequenz erspüren wir uns als lebendige Wesen.

In der Natur atmen und schauen wir uns frei: Die innere Landschaft (dein Körper) und die äußere Landschaft durchdringen einander.

Zeitplan und Preise:

Ankunft: Sonntag, 17.3.24 15 Uhr [erste Abendklasse 17:00 Uhr

Abreise: Samstag, 23.3.24 10:00 Uhr | letzte Abendklasse Freitag, 22.3.23 17 Uhr

Im DZ-Appartement (50-55 m²) pro Person: 6 Nächte/240 € oder als EZ-Appartement: 440 €

Uns stehen 8 Appartements in 2 zum Seminar gehörigen Ferienhäusern zur Verfügung. Jedes Appartement besitzt ein separates Schlafzimmer sowie eine Schlafcouch (1,60 x 2,00m) im Wohnbereich, so dass eine Doppelbelegung mit getrennten Schlafzonen möglich ist. Im Seminarhaus gibt es einen Loungebereich zum jederzeitigen Aufenthalt. Der großzügige Yogaraum im Seminarhaus steht allen Teilnehmern ganztägig zur stillen Verfügung. Die Umgebung lädt zu ausgedehnten Spaziergängen in sauberster Luft ein.

2 Wohnungen sind mit Kamin ausgestattet - Interesse gerne anmelden.

Eine Sauna wird im Strandhotel von Dranske, dem Nachbarort, betrieben.

Haustiere willkommen: Einmaliger Aufschlag 75 € (weiter Auslauf rund um die Häuser + Bademöglichkeiten)

Yoga:

11 2-stündige Sensing-Uplift-Yogaklassen. Embodiment, Meditation, (Blackroll-) Massage und weitere yogische Belebungs-Praktiken.

Unterricht: 395 €.

Küche/Verpflegung:

Vollverpflegung samt ausgiebigem, nährstoffreichen Brunch & Dinner, bereitet von Beatrice Pöltzig, vegan & glutenfrei: ca. 250 €.

Max. Teilnehmerzahl:

16