Vieles beginnt mit der Intuition - und ob du ihr traust oder nicht. Kann es das sein, was ich gerade mache, (was zählt)? Ich stelle mir vor, dass in vielem, was wir tun und bemerken, ein göttlicher Atem weht, in der Art, wie eine Blume in die Entfaltung strebt, scheinbar planlos: einfach so. Manche Bauwerke hatten früher diesen Atem, manches Gedicht. Sensing ist das Ergebnis eines Vertrauens in den je besonderen Augenblick.
Ich könnte auch sagen, du weißt schon (wie das Leben geht, oder die Bewegung etc.).Und auf die mögliche Entgegnung Woher soll ich denn wissen? sage ich: Aus der Verbindung. Ich bin verbunden mit dem Atem und dem Glauben. Der Atem holt dich zu dir, der Glaube verleiht einen Boden, schickt eine Bedeutung voraus: Deine.
Können wir unsere simpelsten Vollzüge ernst nehmen? Wenn du aufwachst. Und aufstehst. Was ist deine erste Bewegung und kannst du sie spüren? Mit welchem Fuß trittst du auf, mit welchem Teil desselben? Du kannst dich und die ganze Welt retten, wenn du darum weißt. Wissen ist hier Verbindung durch Spüren.

Sensing Yoga bietet Raum und Zeit zum Spüren. Sensing ist eine Erlaubnis. Ist eine Einladung. Der Lehrer inspiriert dich (wie du ihn). Inspirationen werden ausgeteilt im unteilbaren Raum um sich zu fühlen und zu verbinden. Zunächst verbindest du dich konkret mit dem Körper, der heutigen Erscheinungsform deiner Seele. Du wirst aber bald merken, dass du dich mit mehr verbindest: Geborgen in der Ewigkeit.

Ermutigung ist ganz wesentlich ein Charakterzug des Sensing. Der Lehrende vertraut dem Wissen in dir, das sich zeigen will, wie jenes in der Blume, die gedeiht. Wird ihr etwas hinzu getan? Mitnichten. Etwas Wasser und Licht ist, was der Lehrer behutsam darreicht, um den Schüler in die Entfaltung zu locken. Manchmal enthält das Licht viel Kraft, manchmal das Wasser ein gutes Maß an Hingabe und Loslassen, ein Mäandern zwischen den Polaritäten.