Die Massage, die Infühlungnahme der Haut, der Muskulaturen und des Bindegewebes, vorgenommen durch die Blackroll® und/oder händisch, sind bemerkenswerter Teil des Sensing Yoga. So gibst es selbst in der Yogaklasse Momente, wo der Schüler zu leichten Massagen, etwa der Fußbögen, inspiriert wird. Massage bedeutet spirituell zunächst die Bejahung der materiellen Existenz durch Druck und Zug. Es ist ähnlich einer Umarmung, wobei der umschlungene Druck ein Wohlgefühl der Geborgenheit entfaltet und die mögliche Anhebung des Umarmten nach oben jenes Gefühl noch steigert. Massage ist Affirmation, die am Körper ausgesprochen wird. Druck ist hier die positive Art zu sagen: Du bist da. Du hast Existenz. Kannst du dich spüren?
Dabei ist die Massage im Sensing darauf aus, den Körper nach etwa seiner Schmerzempfindlichkeit hin zu untersuchen (Pain to Peace Prinzip). Die myofasziale Empfindlichkeit kann verschiedene Ursachen haben, die in der zeitgenössischen Lehre von den Faszien zugrunde gelegt sind. So können Bereiche, die überarbeitet sind, auf Druckschmerz empfindlich reagieren, etwa die äußeren Oberschenkel. So kann eine Fußsohle bestimmte punktartige oder flächige Sensibilitäten zeitigen, die durch zu zivilisierte Schuhmode sich auftun. Anders kann die Faszie des unteren Rückens trocken liegen, wenn dieser Abschnitt zu wenig Bewegung erfährt. Grundsätzlich ist der Sensing Masseur ein Suchender. Er arbeitet nicht nach einem Schema, sondern bietet die ganze Kraft seiner Einlassung auf, der bestimmten Person individuell zu begegnen.
Der im Sensing geschulte weiß um die heilsame Energie seiner Hände. Er weiß, dass Berührung, mit einem klaren und reinen Bewusstsein genährt, per se heilende Wirkung haben kann. Er sucht eine Mitte zwischen Aktivierung bestimmter Partien bei gleichzeitiger Entspannung durch die Kraft der Affirmation in der Auflage. Dabei ist der Dialog zwischen Masseur und Massiertem wesentlich. Der Massierte gibt Rückmeldung auf die Stärke des ausgelösten Reizes. Der Masseur signalisiert bestimmte Wendepunkte im Geschehen.
Die Sensing Massage hat schlussendlich das gleiche Ziel wie das bewegte Yoga: Dem Partner im energetischen Prozess eine Erfahrung der Ganzheitlichkeit, mithin einen starken Eindruck von Präsenz, zu ermöglichen. Die Massage entfacht eine intensivere Erfahrung des Yogas durch die Erlangung geschmeidiger Beweglichkeit. Sie balanciert das Yoga auch aus, wo es zu unbändig war.
Die Sensing Massage richtet sich an Menschen mit Interesse an persönlicher Weiterentwicklung. Sie birgt transformative Kraft.
Dauer 2-3 Stunden.